Wie Sie duplicate content im Netz auf die Spur kommen

Längst ist bekannt, dass Suchmaschinen ihren Nutzern bestmögliche Ergebnisse liefern wollen. Um das zu erreichen, sollen die Ergebnisse möglichst einzigartig sein. In der Praxis kommt es jedoch immer wieder dazu, dass Inhalte sehr ähnlich sind und als duplicate content bewertet werden. Ein Umstand, der dazu führen kann, dass die eigene Website an Sichtbarkeit verliert. In unserem Expertentipp „Wie duplicate content entsteht und was Sie dagegen tun können“ unter http://blog.seitwert.de/wie-duplicate-content-entsteht-und-was-sie-dagegen-tun-konnen/ haben wir Ihnen bereits verschiedene Szenarien aufgezeigt, die zu duplicate content auf Ihrer Website führen können. In diesem Expertentipp befassen wir uns mit externen Inhalten, die Ihnen ebenfalls Schaden anrichten können. Getreu dem Volksmund „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ werden zunächst solche Inhalte von Google als Originale angesehen, die von Google als erstes gefunden und indexiert werden. Dabei ist zu beachten, dass sich möglichst einzigartige Inhalte auf der eigenen Website befinden. Ist dies nicht der Fall, ist es für Google schwer zu entscheiden, welche Inhalte am besten zur jeweiligen Suchanfrage passen. Darunter kann dann Ihr gesamter Auftritt leiden.

In diesem Zusammenhang sollte auch das Crawl Budget mit berücksichtigt werden. Das Crawl Budget beinhaltet die Zeit, die Google auf Ihrer Website verbringt, um Ihre Inhalte zu crawlen. Für jede Website wird ein eigener Zeitraum zur Verfügung gestellt. Dieser ist bei bekannten Sites größer, als bei kleineren und unbekannten Auftritten. Wenn Google auf Ihrer Website allerdings vielfach duplicate content vorfindet, benötigt die Suchmaschine vergleichsweise viel Zeit, um Ihre Inhalte zu analysieren. Wertvolle Zeit, die Ihnen von Ihrem Crawl Budget abgezogen wird und schlimmstenfalls dazu führen kann, dass Google Ihre neuen Inhalte erst gar nicht mitbekommt, nicht  den Index aufnimmt und Ihren Text letztendlich nicht als Original gegenüber anderen Websites betrachtet.

Neue URLs über die Webmaster Tools anmelden

Achten sie also darauf, dass Ihre neuen Inhalte möglichst schnell in den Index aufgenommen werden. Sollte Ihre Website noch nicht so bekannt sein, können Sie neue URLs in den Webmaster Tools anmelden.

Gehen Sie dazu im Abschnitt „Crawling“ auf „Abruf wie durch Google“ und tragen Sie die neue URL ein.

webmaster-tools-abruf-google

In der Regel nimmt Google die hinterlegten URLs schnell in den Index auf. Ob das auch wirklich geschehen ist, lässt sich ganz einfach über die „Site Abfrage“ prüfen.  Geben Sie dazu in den Google Suchschlitz site:und-ihre-url ein. Achten Sie dabei darauf, dass sich kein Leerzeichen zwischen „Site“ und Ihrer URL befindet. Ebenso müssen Sie das Hypertext Transfer Protocoll – also das http vor Ihrer Domain – weglassen. Sonst funktioniert die Abfrage nicht.

Hat Google Ihre URL indexiert, wird sie Ihnen als reguläres Suchergebnis angezeigt. Ist das nicht der Fall, empfiehlt Ihnen Google, die Webmaster Tools aufzurufen.

google-site-abfrage-test

Sollte Ihr Inhalt auch nach einem weiteren Eintrag in den Webmaster Tools nicht indexiert werden, so kann der Fehler z.B. daran liegen, dass Sie ihn versehentlich auf „noindex“ gesetzt haben. Denn mit diesem Befehl teilen Sie Google wiederum mit, dass Ihr Inhalt nicht im Netz gefunden werden soll.

Wie Sie duplicate content im Netz finden

Während beim Aufbau Ihrer eigenen Website sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt ist, um individuelle für Ihre Leserschaft interessante Inhalte zu liefern, gestaltet sich die Suche nach duplicate content vergleichsweise einfach. Wobei es verschiedene Gründe für die Suche gibt:

  • Plagiate: Zu allgemeinem Unmut sorgen solche Zeitgenossen im Netz, die einfach ungefragt Inhalte anderer Websites kopieren und als ihre eigenen ausgeben. Meist geschieht dies auch noch ohne Angabe zum Urheber. In solchen Fällen handelt es sich um eindeutige Urheberrechtsverletzungen. Meist reicht eine Aufforderung zur Löschung der von Ihrer Website kopierten Inhalte. Nur in seltenen Fällen braucht es den Gang zum Anwalt.
  • Eigene neue Inhalte: Prüfen Sie im Vorfeld, ob und in welchem Umfang Ihre neuen Inhalte einzigartig sind. Sollten Sie verschiedene Textpassagen entdecken, die womöglich duplicate content im Netz verursachen, können Sie sie bequem ändern, bevor Sie Ihren Text veröffentlichen und indexieren lassen.
  • Dienstleister: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – sagt schon der Volksmund. Sollten Sie also einen Dienstleister für Ihre Texte beauftragen, können Sie schnell prüfen, ob Sie wirklich individuelle Texte erhalten, oder ob fröhlich aus dem Netz einfach verschiedene Textbausteine oder gar ganze Texte kopiert wurden.

Verwendung der Google Suche

Google selbst ist darauf bedacht, duplicate content erst gar nicht entstehen zu lassen. Insofern  können Sie ganz einfach die Suchmaschine selbst nutzen, indem Sie eine Textpassage in den Google – Suchschlitz eingeben. Wir haben einfach mal als Beispiel „Lorem ipsum“ gewählt. Wie zu erwarten, wir dieser Text häufig verwendet – hier das Ergebnis:

lorem-ipsum-duplicate-content

Tipp: Geben Sie nicht mehr als ca. 150 Zeichen ein. Über die Suchmaske lassen sich lange Texte nicht abfragen.

Google Similar Pages

Nutzer von Google Chrome können mit dem Addon „Google Similar Pages“ ähnliche Websites im Netz aufspüren.

google-addon-similar-pages

 

Das kostenfreie Addon finden Sie unter https://chrome.google.com/webstore/detail/google-similar-pages/pjnfggphgdjblhfjaphkjhfpiiekbbej?hl=de

Nach Aktivierung erscheint dieses Zeichen in Ihrer Statusleiste:

google-similar-pages

Sobald Sie eine Website aufrufen und dieses Symbol anklicken, werden Ihnen dazu ähnliche Auftritte angezeigt.

Hinweis: Diese Methode ist nicht sehr aussagekräftig, wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Texte noch an anderer Stelle im Netz verwendet werden. Sie ist eher dazu geeignet, um zum Beispiel herauszufinden, wer sich alles unter Ihren direkten Wettbewerbern befindet, ohne bisher davon Kenntnis zu haben.

PlagiatCheck.de

Weitaus komfortabler ist PlagiatCheck, um auf die Suche nach duplicate content zu gehen. Die kostenlose Anwendung ermöglicht die Prüfung von Texten mit bis zu 1.000 Buchstaben. Statt einen Text in das Eingabefeld zu kopieren, können Sie auch ein Word-Dokument hochladen.

placscan-eingabemaske

Zur allgemeinen Suche wird zusätzlich eine Tiefensuche angeboten, um die Ergebnisse weiter zu filtern. Auffällige Textpassagen werden direkt angezeigt. Den PlagiatCheck finden Sie unter http://www.plagscan.com/plagiatcheck/analyse.php

Plagiatefinder

Ähnlich agiert der Plagiatefinder, ebenfalls eine kostenlose Anwendung. Fügen Sie den zu prüfenden Text ein und warten Sie das Ergebnis ab. Hier noch einmal das Beispiel mit „Lorem Ipsum“. Wie zu erwarten, ist die Trefferquote sehr hoch und der gesamte Text wird rot angezeigt. Weiterhin zeigt eine Liste die Orte im Netz mit Link auf, an denen dieser Text ebenfalls verwendet wird. Die Prozentangabe stellt die Übereinstimmung – ins unserem Beispiel sind es jeweils 100%.

beispiel-plagiatefinder-lorem-ipsum beispiel-plagiatefinder

Wir haben es noch mit einem anderen Text probiert. Und hier sieht das Ergebnis schon ganz anders aus. Lediglich einzelne kleine Textbrocken werden auf anderen Websites gefunden. Bei diesem Text ist also davon auszugehen, dass er einzigartig und von entsprechender Relevanz ist.

 

Insgesamt halten wir den Plagiatefinder für äußerst praktisch. Sie finden diese Anwendung unter http://www.plagiatefinder.de

Sucodo

Sucodo ist Open-Source und wird ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch hier gilt: Einfach den Text einfügen und etwas warten, bis die Ergebnisse ausgeliefert werden. Unser Beispiel mit „Lorem Ipsum“ wird komplett rot angezeigt – 92% des Textes sind verdächtig. Im oberen Abschnitt werden einzelne Quellen mit Link aufgezeigt, im unteren Abschnitt sind die verdächtigen Stellen markiert und lassen sich direkt aufrufen.

sucodo-beispieltext-plagiat

Bei Inhalten, die einmalig im Netz vorzufinden sind, ist die Darstellung in grün und es werden keine Quellen aufgeführt, die ähnliche Texte aufweisen können.

sucodo-beispiel-plagiat

Sucodo eignet sich sehr gut für die schnelle Analyse einzelner Texte. Die Anwendung finden Sie unter http://sucodo.de

Unser Fazit

Nutzen Sie die hier vorgestellten Anwendungen, um duplicate content im Netz aufzuspüren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Denn es ist mehr als ärgerlich, wenn sich die eigenen und mit viel Liebe erstellten Inhalte zuhauf an anderer Stelle im Netz wiederfinden. Sollten Sie Hilfe benötigen, so helfen wir Ihnen gern. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 211 749 50550 oder senden Sie uns eine E-Mail an info@seitwert.de – wir freuen uns auf Sie!

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