Wie duplicate content entsteht, und was Sie dagegen tun können

Immer dann, wenn gleiche oder nahezu identische Inhalte beim Aufruf von unterschiedlichen URLs angezeigt werden, handelt es sich um duplicate content. Dieser erschwert Google die Entscheidung, welcher Inhalt Ihrer Website relevant ist und weit vorn in den Suchergebnissen angezeigt werden soll. Es ist also wichtig, duplicate content weitestgehend zu vermeiden.

Die Ursachen können für duplicate content können unter anderem sein:

  • Es gibt keine Standard URL
  • Verschiedene Sprachversionen
  • Mehrere Versionen von einem Produkt
  • Zuordnung von Produkten in verschiedenen Kategorien
  • Paginierung
  • Blättern
  • Filterfunktion
  • Sortierfunktion

All diese Ursachen können zu schlechten Platzierungen in den Suchergebnissen führen. Die gute Nachricht ist: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, duplicate content zu vermeiden. Die nicht ganz so gute Nachricht ist: Nicht alles lässt sich zu 100% über das technische SEO beheben. Es gilt jeweils im Einzelfall zu entscheiden und Prioritäten zu setzen. Das Ziel sollte es jedoch immer sein, dass jeder einzigartige Inhalt nur über eine einzige URL zu erreichen ist. Wie das umgesetzt werden kann, erfahren Sie in den folgenden Tipps:

1.  Die 301 Weiterleitung (redirect)

Mit einer 301 Weiterleitung erreichen Sie, dass Besucher nur auf eine Adresse umgeleitet werden. Statt des Aufrufs Ihrer Website mit und ohne www ist dann nur noch eine Option möglich. Ebenso findet die 301 Weiterleitung für die Steuerung des „/“ am Ende Ihrer URL Verwendung. Der sogenannte Trailing Slash verursacht ebenfalls duplicate content.

2. Das Canonical Tag

Das Canonical Tag kommt zum Einsatz, wenn es technisch nicht möglich ist, nur eine einzige URL anzulegen. Es kann unter anderem auch anstelle einer 301 Weiterleitung verwendet werden. Mit dem Canonical Tag zeigen Sie Google an, welche Seite von Ihrer Website bevorzugt angezeigt werden soll.

duplicate-content-wiki Kopie

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, Sie betreiben einen Online-Shop mit Jeanshosen von verschiedenen Marken. Ihre Besucher stöbern im Shop und verwenden dabei verschiedene Filter, die Sie auf Ihrem Online Shop bereitstellen. Im Ergebnis werden gleiche Produkte zu unterschiedlichen URLs angezeigt. Wenn Sie auf den Filterseiten ein Canonical Tag setzen, weiß Google, welche Seite für Sie wichtig ist. Die vereinfacht dargestellte URL beim Einsatz von 3 Filtern sieht zum Beispiel so aus:

http://meinedomain.de/brands=branda%2brandb%brandc

Um Google Ihre Hauptseite anzuzeigen, würde der Canonical Tag dann in diesem Beispiel so aussehen:

<link rel=“canonical“ href=“http://meinedomain.de“ />

Den Canonical Tag setzen Sie im Kopfbereich auf all den Unterseiten ein, die zwar identische Inhalte aufweisen, aber keine Hauptseite darstellen. Hinweis: Koppeln Sie die Verwendung des Canonical Tags auf keinen Fall mit Befehlen wie nofollow, noindex usw.

Ebenso findet das Canonical Tag unter anderem bei mehrsprachigen Websites Verwendung. Sollten Sie eine Website mit gleichen Inhalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter den Endungen .de, .at und .ch betreiben, empfiehlt es sich, einen kanonischem Auftritt – also Ihre Hauptseite – über das Canonical Tag zu definieren.

3. Das rel=“next“ und rel“prev“ Tag

In Fällen, wo mehrere Inhalte zu einem Thema vorhanden sind empfiehlt sich die Pagination. Dies hat den Vorteil, dass Nutzer nicht endlos scrollen müssen, um sich alle Inhalte, bzw. Produkte in der Auswahl anzuschauen.

Auch in diesem Fall haben Sie es mit duplicate content zu tun. Hier schlägt Google zwei Optionen vor. Sollte eine Übersichtsseite vorhanden, und diese auch nicht zu lang auf Grund vieler Einträge sein, tragen Sie im Header der einzelnen Paginationsseiten einen Canonical Tag ein, der auf die Übersichtsseite verweist.

Sollten Sie die Pagination bevorzugen, so verwenden Sie das rel=“next“ und das rel“prev“ Tag. Mit diesen beiden Tags zeigen Sie Google an, dass es sich um ein zusammenhängendes Dokument handelt. Alle Inhalte werden von Google als relevant interpretiert und im Suchergebnis wird die erste Seite Ihrer Pagination angezeigt – vorausgesetzt, Sie wollen, dass Seiten auf dieser Ebene in den index aufgenommen werden.

Setzen Sie die beiden Tags in die einzelnen Paginationsseiten ein. Achten Sie dabei darauf, dass Sie auf der ersten Seite nur das Tag rel=“next“ und auf der letzten Seite nur das Tag rel=“prev“ verwenden. Auf allen anderen Paginationsseiten setzen Sie beide Tags ein. Hier ein Beispiel für die dritte Seite:

<link rel=”prev” href=”http://www.meinedomain.de/auswahl/page/2/″  />

<link rel=”next” href=”http://www.meinedomain.de/auswahl/page/4/″ />

Mit diesen Optionen gibt Ihnen Google hilfreiche Werkzeuge zur Hand, mit denen sich duplicate content weitestgehend vermeiden lässt. Bei kleineren Auftritten ist dies in der Regel ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen. Groß angelegte Projekte mit verschiedenen Sortierfunktionen, Blättern usw. erfordern wiederum teils komplexe Herangehensweisen, um nicht irrtümlich wertvolle Platzierungen zu verlieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung!

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2 Gedanken zu „Wie duplicate content entsteht, und was Sie dagegen tun können

  1. Sie haben mir eine Mail geschickt, dass ich mit meinem Seitwert-Account duplicate content auf meinen Webseiten überprüfen kann.
    Aber ich finde da nichts. Können Sie mir mitteilen, wo ich das prüfen kann?

    Gruß
    Hans-Jürgen Sackmann

    1. Hallo Herr Sackmann,

      und vielen Dank für Ihren Kommentar. Gehen Sie bitte in unserem Portal auf SEO-Tools und dann auf die Multipage-Analyse, da wird es Ihnen ganz oben angezeigt aufgeteilt in content, headlines, Descriptions!

      Danke Swen Feegers

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