Website Relaunch – 5 Tipps, damit Sie auch morgen noch gefunden werden

Die Gründe für einen Website Relaunch sind unterschiedlich. Ganz gleich, ob das Design antiquiert wirkt und heute keinen mehr vom Hocker reißt, und die Programmierung veraltet ist. Oder ob zusätzlich ein Blog für mehr Reichweite oder ein Online-Shop integriert werden soll. Ein Relaunch ist immer mit dem Risiko verbunden, dass sich Platzierungen in den Suchergebnissen verschlechtern. Erfahren Sie in diesem Expertentipp, wie Sie Fehler vermeiden und einen Relaunch möglichst schadlos überstehen können.website-wartungsmodus-relaunch-contao1. Entwicklerumgebung nicht indexieren lassen

Achten Sie darauf, dass Ihre Entwicklerumgebung nicht von Google indexiert werden kann und sperren Sie den Google Bot über die robots.txt aus. Tragen Sie dazu diese beiden Befehle in Ihre robots.txt ein:

  1. User-Agent: Googlebot
  2. Disallow: /

Eine weitere Möglichkeit, Google davon abzuhalten die Inhalte Ihrer Entwicklerumgebung zu indexieren, besteht darin, das Robots Meta Tag im Headbereich Ihres Templates auf „noindex“ zu setzen. Bei WordPress gibt es unter Einstellungen -> Lesen die Option „Verbietet Suchmaschinen die Website zu indexieren“.

Wenn Sie die Entwicklerumgebung komplett vor der Öffentlichkeit verbergen wollen, legen Sie einen sogenannten .htaccess Passwortschutz an. Alternativ hält z.B. WordPress http://wpde.org/download/ zahlreiche Plugins unter dem Suchbegriff „maintenance“ bereit. Das Redaktionssystem Contao http://www.contao.org schaltet bei einer Neuinstallation automatisch in den Wartungsmodus. Bei Joomla! http://www.joomla.org kann die Site mittels Setzen eines Hakens in der Konfiguration auf „off“ gesetzt werden. Prüfen Sie, welche Möglichkeiten Ihnen das System bietet, welches Sie verwenden.

Wichtig: Entfernen Sie alle Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Liveschaltung, damit Sie Ihre Rankings nicht verlieren.

2. Weiterleitung bei geänderter URL Struktur

In der Regel ergibt sich bei einem Relaunch eine neue URL Struktur. Damit bisherige Links nicht ins Leere laufen, müssen Sie alle URLs mittels einer 301 Weiterleitung auf die neue URL verweisen. Um alle URLs zu erfassen, können Sie Ihre XML Sitemap der bisherigen Website in eine Excel-Tabelle laden und zu jeder einzelnen Seite die neue URL eintragen. Denken Sie an Ihre interne Verlinkung und passen Sie diese bei einer geänderten URL Struktur entsprechend an.

Extratipp: Achten Sie auch auf Archiv- und Kategorie-Seiten. Ebenso unterscheiden sich die URLs von Suchergebnisseiten auf Grund veränderter Suchparameter. Verweisen Sie auch hier mit einem 301 permanent redirect, um mögliche Backlinks zu Suchergebnisseiten ebenfalls zu erfassen. Sollte eine Seite entfernt werden, so teilen Sie dies Google in den Webmaster Tools mit. Die Option „URLs entfernen“ finden Sie im Abschnitt „Google Index“. Leiten Sie zusätzlich alle Seiten, die in Ihrem neuen Auftritt nicht mehr vorhanden sein werden, mit einer 301 Weiterleitung auf Ihre Startseite um. Mit dieser Maßnahme überbrücken Sie die Zeit, bis Google die Seite aus dem Index entfernt.

Für 301 Weiterleitungen gibt es je nach CMS verschiedene Erweiterungen. Sie können diese aber auch direkt in Ihre .htaccess eintragen. Der Befehl dazu lautet:

Redirect 301 /artikel.html http://www.domain.de/kategorie/artikel.html

Hinweis: Änderungen an einer .htaccess Datei sind sofort wirksam und können bei falscher Eingabe schwerwiegende Auswirkungen haben. Halten Sie sich auf jeden Fall eine Sicherungskopie Ihrer ursprünglichen .htaccess Datei bereit, um diese bei einem Worst Case Szenario einzuspielen, damit Ihre Website wieder funktioniert.

3. URL Struktur für soziale Signale beibehalten

Sofern Sie bereits vor dem Relaunch Ihre Inhalte über Social Media verbreitet und Social Media Schaltflächen auf Ihrer Website integriert haben, sollten Sie möglichst Ihre URL Struktur beibehalten. Gerade bei einem Blog werden Sie alles andere als begeistert sein, wenn plötzlich alle Likes, Tweets & Co. zu Ihren Inhalten verschwunden sind. In Verbindung mit Social Media hilft Ihnen keine Weiterleitung, sondern nur die Tatsache, bestehende URLs nicht zu verändern. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für die Umstellung von http auf https. Überlegen Sie gut, ob Sie z.B. Ihre Blog-Inhalte allesamt unbedingt über https aufrufen lassen müssen. Denn auch in diesem Fall werden sämtliche sozialen Signale nicht mehr angezeigt.

4. Bildpfade beibehalten

Allein schon die Namensänderung von Bild-Verzeichnissen, verändert den Bildpfad. Dies führt dazu, dass Platzierungen in den Suchergebnissen verloren gehen, weil Nutzer auf eine 404 Seite geleitet werden.  Achten Sie darauf, Bildpfade von bestehendem Bildmaterial möglichst beizubehalten. Sollte dies nicht möglich sein, tragen Sie eine 301 Weiterleitung wie unter Punkt 2 beschrieben auch für Ihre Bilder ein. Ihr Ranking wird es Ihnen danken!

5. Richtigen Zeitpunkt für Live-Schaltung wählen

Selbst wenn Sie noch so sorgfältig vorgehen und den Relaunch akribisch planen, so kann es bei einer Live-Schaltung doch noch zu dem einen oder anderen Problem kommen. Versuchen Sie daher, Ihre neue Website zu einem Zeitpunkt live zu schalten, wenn vergleichsweise wenig Besucher zu erwarten sind – z.B. in den Nachtstunden.

Prüfen Sie nach dem Relaunch Ihre Website laufend auf mögliche Unregelmäßigkeiten. Rufen Sie die Webmaster-Tools auf und schauen Sie nach, ob dort URLs aufgeführt werden, die nicht mehr funktionieren.  Verwenden Sie Analysetools wie Google Analytics und beobachten Sie das Besucherverhalten. Ebenso hilft Ihnen unser Seitwert-Monitor, z.B. um auf Verschlechterungen Ihrer wichtigsten Keywords zu reagieren.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie einen Relaunch Ihrer Website planen. Wir helfen Ihnen gern!

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