SEO und ihre rechtlichen Stolperfallen

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob Ihre SEO-Maßnahmen rechtskonform sind? Nein? Dann sollten Sie dies dringend nachholen! Denn schon manch ein SEO ist in die Stolperfalle der Internetrechte  getappt.

Damit Ihnen (teure) SEO-Fettnäpfchen erspart bleiben, klären wir Sie über die rechtlichen Grenzen von SEO auf. Behalten Sie die folgenden Gesetze bei Ihrer Suchmaschinenoptimierung stets im Hinterkopf.

SEO und Recht
Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

1. Stolpern Sie nicht über das Markenrecht

Markennamen besitzen in der Regel eine hohe Suchhäufigkeit. Dies verführt viele SEOs dazu, sich mit fremden Federn zu schmücken. Es ist nicht generell verboten, einen Markennamen auf seiner Website zu erwähnen. Doch die Verwendung von fremden Markennamen als Keywords stellt eine Markenrechtsverletzung dar. Das Verbot gilt für Keyword-Platzierungen im sichtbaren Text – und auch im „Hidden Content“. Verstecken Sie also keine Markennamen in ihren Meta-Daten beziehungsweise im Quelltext ihrer Website.

 

2. Ein Impressum ist Pflicht

Die Impressumspflicht gilt für jeden, der mit seiner Website ein finanzielles Interesse verfolgt. Dies beginnt bereits mit einer Werbekampagne. Nur wenn Ihre Website ausschließlich persönlichen Zwecken dient, sind Sie von der Impressumspflicht befreit.

Der Website-Betreiber haftet für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Einsehbarkeit des Impressums.

Angaben, die in jedem Impressum Pflicht sind:

  • Name (der Nachname und mindestens ein ausgeschriebener Vorname)
  • Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort – Angabe des Postfachs ist nicht verpflichtend)
  • E-Mail-Adresse (zwecks schneller Kontaktaufnahme)

Wann die Nennung einer Telefonnummer, Steuer-ID und weiterer Daten verpflichtend ist, erfahren Sie auf www.anbieterkennung.de.

Die Angaben müssen laut Telemediengesetz „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein. Das Impressum sollte dementsprechend nicht in einem Pop-up-Fenster erscheinen, da Webbrowser diese Funktion unterdrücken können.

Die Einbindung als Grafik ist ebenfalls rechtlich anfechtbar, da das Impressum auch für Blinde lesbar sein sollte. Screenreader scheitern hier jedoch.

 

3. SEO & Urheberrecht

Google bewertet „vielfältigen Content“ positiv. Dementsprechend präsentieren SEOs auf Ihren Websites gerne Fotos, Videos und Infografiken. Dagegen ist auch nichts einzuwenden – solange das Urheberrecht beachtet wird.

Auch wenn Fotos im Internet für jeden frei einsehbar sind, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie von jedem veröffentlicht werden dürfen. Dazu benötigen Sie die Einwilligung des Urhebers.

Deshalb empfiehlt es sich, auf Bilddatenbanken für lizenzfreie Fotos zurückzugreifen. Viele dieser Portale (z.B. pixelio.de oder fotolia.com) bieten auch kostenfreie Fotos an. Achten Sie allerdings darauf, ob die Bilder auch zur kommerziellen Nutzung freigegeben sind. In der Regel verlangt der Urheber eine Quellen-Angabe.

 

4. Black-Hat-SEO ist rechtswidrig

Als Black-Hat-SEO werden manipulative Maßnahmen bezeichnet, die zur Täuschung des Google Algorithmus dienen. Zum Beispiel: Keywords in weißer Schrift vor weißem Hintergrund.

Solche SEO-Maßnahmen können als bewusste Irreführung des Users gewertet werden. Damit sind Sie, wie der Gesetzgeber sagen würde: „unlauter im Sinne des UWG“ (UWG= Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb).

 

5. Negativ-SEO kann rechtlich belangt werden

Der Begriff „Negativ-SEO“ umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen eine fremde Seite downzuranken. Meistens geschieht dies durch das Setzen von so genannten Bad Links.

Die Schädigung von Konkurrenten durch Negativ-SEO ist nicht nur unfair, sondern auch rechtswidrig. Wie der Gesetzgeber hier argumentiert und welche rechtlichen Konsequenzen Negativ-SEO nach sich ziehen kann, erfahren Sie in unseren ausführlichen Blogartikel zum Thema Negativ-SEO.

 

 

Falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, freuen wir uns im Live Support Chat auf Sie!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.