SEO-Tipps für Shops im Nischenmarkt

Der Nischenmarkt breitet sich immer weiter aus. Bereits 2004 hat der Journalist und Chefredakteur des Wired Magazine Chris Anderson eine Theorie vorgestellt. Diese Theorie „The Long Tail“ steht dafür, dass sich die aktuelle Wirtschafts- und Kulturlage vom Fokus auf eine kleine Anzahl an Produkten, die als mainstream gelten verabschiedet und sich stattdessen auf eine Vielzahl von Nischen richtet. Im Bezug auf SEO bedeutet Long Tail, dass  man Suchbegriffe optimiert die speziell sind.

Driften wir also etwas von der Wirtschaftsthematik ab und beschäftigen uns erst einmal mit Long Tail im Bezug auf SEO. Durch Features der Google Suchmaschine wie die Autovervollständigung geben immer weniger User nur ein einzelnes Wort in die Suchanfrage ein. Man geht davon aus, dass bei Long Tail-Keywords eine Kaufwahrscheinlichkeit viel höher ist als sonst. Den Grund dafür zeigen wir anhand eines Beispiels:

Der Unterschied wird schnell deutlich. Die zweite Anfrage ist viel spezifischer und man geht davon aus, dass der Suchende sich sein Produkt bereits ausgesucht hat, während bei der ersten Suchanfrage eventuell nur generelle Informationen angefragt werden.

Weitere Möglichkeiten sind:

1. Legen Sie Rubrikenseiten an, so ist nicht der Prosuktname entschiedend, aber z.B. Herrenmode, Damenmode, Laufschuhe, Tennisschuhe Outdoor oder eine Marke wie Nike oder Phillips. Rubriken bleiben meist bestehen, auch wenn die Mode und Technik sich entwickelt und so die Produktnamen sich ändern.

2. Bauen Sie Filterfunktionen ein, so können Sie SEO-technisch beobachten, was Sie erfolgreich macht, die s geht z.B. durch Größenfilter, Farbfilter, Preisfilter. Lassen Sie das so umsetzen, dass die Technik sauber ist, damit Google it Hinznahme aller Filterfunktionen nicht undlichen Unique Content ermittelt.

  • sperren Sie alle Filterseiten für Suchmaschinen (z. B. über die robots.txt)
  • oder eine Filterseite muss wissen, welche Seiten indexiert werden darf und welche nicht. Wenn z. B. drei Filter gesetzt sind, kann man diese per Robots-Meta-Tag „noindex“ sperren. Wenn ein SEO-irrelevanter Filter wie Preisgruppe gesetzt ist, wird die Filterseite ebenso gesperrt.
  • arbeiten Sie dabei mit Muster und Schablonen
    So kann man eine Schablone definieren wie „(marke) (kategorie) ((für) geschlecht)“, sodass aus der Filterseite für Marke = „Nike“, Kategorie = „Laufschuhe“ und Preis bis 80€ der Seitentitel „Nike Laufschuhe bis 80€“ erzeugt wird.
    Hier können Sie mit einem kleinen Shop gewinnen, wenn sie eine tiefe Produktkenntnis haben und dann eben auch viele sinnvolle Attribute zu ihren Produkten speichern können.

3. Bauen Sie Produktseiten:

In der Rubrik Bettwäsche befinden sich viele Produkte. Und wer sich das Keyword „Oberbett“ anschaut, weiß, dass dieses gerne in Kombination mit einer Größe (zum Beispiel ‚140×220‘), Farbe/Material (zum Beispiel ‚Leinen‘ oder ‚weiß‘) oder weiteren Eigenschaften verwendet wird. Es wäre also sinnvoll, diese Eigenschaften in den Produktnamen oder eine Kurzbeschreibung einzubauen, damit diese dann auch in vielen neuralgischen Punkten des Shops auftauchen. Und vor allem ist es durchaus wichtig, auch die richtige generische Bezeichnung zu wählen.

 

Wer seinen Long Tail kennt (siehe Beispiele) und alle Funktionen eines Shops optimal darauf ausrichtet, kann auf viele relevante spezifische Suchbegriffe abzielen, die durchaus zu sehr relevanten Umsätzen führen können. Man muss dabei aber vorsichtig vorgehen, um den Index nicht zu überschwemmen und ein eventuell negatives Gesamt-Rating zu erhalten.

Der Trend im E-Commerce zeigt: Entweder ein Shop schafft es an die Spitze seines Segments oder er wird langfristig kaum eine Überlebenschance haben. Produkte, Service, Lieferzeiten, Bezahlarten, ja selbst die Optik der meisten Shops sind völlig austauschbar. Wer also nicht richtig, richtig groß sein kann, muss klein und fein werden: Long-Tail-Strategien werden künftig für immer mehr Shops überlebenswichtig.

Testen Sie doch einmal Ihre Keyword mit einem SEO-Tool in Lontail und Short-Tail.

 

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