SEO Check für Ihren Website-Relaunch

Auf den ersten Blick wirken Website-Relaunches oft gelungen: Modernes Design, verbesserte Usability und technologische Neuerungen verwandeln die neue Website in einen echten Hingucker. Doch was nützt die schönste Website, wenn sie plötzlich über Suchmaschinen nicht mehr oder schlechter auffindbar ist?!

Alle paar Jahre ist ein Website-Relaunch durchaus empfehlenswert. Schließlich sollte Ihre Website immer auf den neuesten Stand sein. Um ein böses Erwachen zu vermeiden, ist es jedoch wichtig, sich vor einer Abstufung im Google-Ranking zu schützen. Die folgende SEO-Checkliste soll Sie dabei unterstützen.

SSEO Check Website Relaunch

 

1. Website-Relaunch über Agentur:

    Dokumentieren Sie Ihre SEO!

Falls Sie Ihren Website-Relaunch von einem Dienstleister durchführen lassen, sollten Sie vorher den Status quo Ihrer SEO-Werte dokumentieren. Dazu können Sie z.B. einen Seitwert-Analyze durchführen. Die einmalige Tiefenanalyse Ihrer kompletten Website liefert Ihnen einen umfangreichen Report über Ihre aktuellen SEO-Werte. Im Falle einer Ranking-Abstufung nach dem Website-Relaunch können Sie die Verschlechterung Ihrer SEO-Werte mit Hilfe dieses Dokuments belegen.

 

2. Gelangen die User direkt zu den neuen Seiten?

Bei einem Website-Relaunch wird oft die interne Struktur (d.h. URLs) verändert. Für die Usability kann dies viele Vorteile bringen. So ist es z.B. sinnvoll URLs zu verändern, um sie lesbarer zu machen. Beispiel: www.ihre-website.de/index.php.?id=542 wird zu www.ihre-webiste.de/produkt. Doch aus SEO-Sicht sind strukturelle Veränderungen zunächst problematisch.

Das Problem ist, dass Suchmaschinen und User noch die alte URL anfordern und dabei auf eine 404-Error-Seite („Seite nicht gefunden“) gelangen.

Die User sind verärgert, Suchmaschinen ebenso: Schon wenige Fehlermeldungen können zu einer Ranking-Abstufung der gesamten Website führen.

Die Lösung ist, „301-Weiterleitungen“ zwischen den alten und neuen URLs einzurichten. Beim Aufruf einer alten URL gelangt der User dann direkt zur neuen Seite. Suchmaschinen registrieren, dass der Inhalt ab sofort unter der neuen URL zu finden ist. Dabei wird die Linkgewichtung von der alten auf die neue URL übertragen.

 

3. Sind 404-Error-Seiten ansprechend gestaltet?

Idealerweise entstehen bei einem Website-Relaunch erst gar keine 404-Error-Seiten. Doch da der Idealfall selten ist, sollten Sie Ihre 404-Error-Seite ansprechend gestalten. Versuchen Sie, die Fehlermeldung mit einem netten Augenzwickern zu verpacken. Bieten Sie dem User Kontaktmöglichkeiten an.

 

4. Beim Website-Relaunch zählt Genauigkeit

Bei einem Website-Relaunch werden oft alle alten URLs auf die Startseite verwiesen. Dies spart Mühe und Zeit. Doch Genauigkeit lohnt sich hier.

Führen Sie die User direkt zu den Inhalten, die Sie suchen. Denn wenn ein User nach einem bestimmten Produkt sucht und auf die Startseite statt auf die Produktseite gelangt, wird er schnell unzufrieden sein.

 

5. Vorsicht vor einem Domainwechsel

Ein Domainwechsel ist aus SEO-Sicht sehr gewagt. Nur wenn es aufgrund des Website-Relaunches wirklich nötig ist, sollte dieser Schritt unternommen werden.

Denn bei einem Domainwechsel kann ein wichtiger SEO-Faktor verloren gehen: Trust (von Suchmaschinen entgegengebrachtes Vertrauen). Trust wird von den Suchmaschinen hoch bewertet und baut sich über die Zeit hinweg auf.

Eine neue Domain besitzt noch keinen Trust. Dementsprechend schlechter wird sie von Suchmaschinen bewertet.

Auch beim Kauf von Domains ist Vorsicht geboten: Frühere Abstrafungen durch Suchmaschinen können sich in der Domain „angesammelt“ haben.

 

6. Informieren Sie Website-Betreiber

Umso mehr Backlinks Ihre Website aufweist, desto besser ist dies in der Regel für Ihre SEO. Daher wäre es schade, wenn Sie bei einem Website-Relaunch Backlinks verlieren.

Bleiben Sie bei Ihrer alten Domain, bedarf es bei allen Links, die auf Ihre Startseite verweisen, keinerlei Anpassungen. Denn Ihre Startseite ist ja weiterhin über die alte URL erreichbar.

Bei Verweisen auf Ihre Unterseiten sollten sie die jeweiligen Seitenbetreiber bitten, die Links zu aktualisieren. Hier kann die Offpage Analyse des Seitwert-Monitors sehr hilfreich sein. Dort können Sie sich alle Ihre Backlinks mit Angabe der verlinkenden Domain auflisten lassen.

 

7. Sind Meta-Tags nach dem Relaunch veränderbar?

Falls bei Ihrem Website-Relaunch ein neues Content Management System (CMS) eingerichtet wird, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie bei dem neuen CMS die Meta-Tags selbst formulieren können.

Meta-Tags sind HTML-Informationen, die für User nicht sichtbar sind, aber von Suchmaschinen gelesen werden. Die Eintragung von Keywords in Meta-Tags trägt dazu bei, besser über Suchmaschinen gefunden zu werden.

 

8 Gedanken zu „SEO Check für Ihren Website-Relaunch

  1. Hallo Anke,

    toller Beitrag. Dennoch möchte ich gerne etwas ergänzen.

    Zu Nr.5: Sollte ein Domainwechsel tatsächlich erfolgen – dieser ist manchmal sogar sinnvoll (wenn dem Unternehmen z.B. mehrere Domains zur Verfügung stehen – davon dann die beste wählen anhand von Faktoren wie eingehende Verlinkungen, evtl. Keyword-Domain, keine Umlaute, eher kein Bindestrich etc.) – sollten eben auch die 301-Weiterleitungen erfolgen. Zudem sollte man Google den Wechsel über deren Webmaster Tools mitteilen.

    Des Weiteren sind beliebte Fehler, dass nach dem Relaunch vergessen wird, die Tracking Codes (von z.B. Analytics) zu integrieren, die XML-Sitemap zu aktualisieren oder auch die internen Verlinkungen anzupassen.

    Besten Gruß
    Christoph

  2. Hallo Christoph,

    zu dem Thema habe ich auch erst vor kurzem einen Blogbeitrag geschrieben. Und ich denke, dass ein Relaunch auch der richtige Zeitpunkt ist, um die bisherige SEO-Strategie zu überdenken und Seiten, die dem User keinen Nutzen bringen und eine schlechte Performance abliefern, zu optimieren bzw. zu tilgen (Stichwort: Panda-Update): http://www.online-solutions-group.de/blog/suchmaschinenoptimierung-seo/fuenf-schritte-zum-erfolgreichen-website-redesign-ohne-rankingverluste/

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