SEO bei neuer Website – So wird’s richtig gut

Nicht wenige haben sich hierbei schon die Finger verbrannt. Durch den Relaunch der eigenen Website sollte eigentlich alles besser werden – die Usability, das Design, eine neue übersichtliche Struktur und einige technologische Verbesserungen machen die neue Website zu einem echten Hingucker. Einige Wochen nach dem Online-Going kommt dann das böse Erwachen: die eigene Website ist über Suchmaschinen nicht mehr – oder wesentlich schlechter als zuvor – auffindbar. In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie Sie eine solche Katastrophe verhindern können und dem Relaunch Ihrer Website in allen Belangen zu einem vollen Erfolg verhelfen.

Nirgends vergeht die Zeit schneller als im World Wide Web. Technologische Fortschritte sind an der Tagesordnung, neue Anforderungen entstehen und auch Ihr Unternehmen verändert und entwickelt sich. Alle paar Jahre ist es also durchaus empfehlenswert, die eigene Unternehmenswebsite einem Face-Lift zu unterziehen.

Die neue Website als Chance

Ein Relaunch der Website bietet vielfältige Möglichkeiten, der digitalen Identität des Unternehmens den innovativen Charakter zu verleihen, den es “offline” täglich lebt und verkörpert. Wenn einige wichtige Regeln beachtet werden, kann sich ein Websiterelaunch sehr positiv auf das Ranking der Website auswirken. Insbesondere dann, wenn bei der Realisierung der neuen Website bereits die OnPage-Optimierung bedacht wird und der Seitenaufbau sowie die entsprechenden html-Elemente richtig eingesetzt werden. Auch in Sachen Inhalt führt der Relaunch oft zu Verbesserungen: Die Planung einer neuen Website stellt meist auch einen Anstoß für einen internen Kommunikationsprozess dar, wobei nicht nur die Ausrichtung geschärft und die Definition bzw. Formulierung der Tätigkeitsbereiche auf den aktuellen Stand gebracht wird, sondern auch neue Themengebiete aufgearbeitet werden.

Google kennt Sie bereits

Wenn Ihre Website bereits seit einiger Zeit besteht – auch wenn Sie bislang gar nichts in Sachen Suchmaschinenoptimierung unternommen haben – ist Ihre Website mit all ihren Unterseiten indexiert. Das bedeutet, ihre URL’s (www.beispielseite.com, www.beispielseite.com/index.php?id=385, www.beispielseite.com/einProdukt/Vorteile, etc.) sind über die Suchergebnisseiten auffindbar und gegebenenfalls auch von anderen Seiten (z.B. Branchenverzeichnissen, Presseportalen, Kunden- oder Lieferantenwebsites, Blogs, themenrelevante Foren, etc.) verlinkt.

Neue Website online stellen und fertig?

Wenn Sie eine neue Website online stellen und die alte einfach ersetzen bzw. offline nehmen, passiert folgendes: User und auch Suchmaschinenrobots fordern wie bisher die Seite www.beispielseite.com/einProdukt/Vorteile an – anstatt jedoch auf die alte Seite zu gelangen, landen diese nun auf einer 404-Error Seite (“Seite nicht gefunden”). Sollten Sie auch noch ihre Domain (beispielseite.com auf z.B. seitenbeispiel.com) geändert haben, erscheint eine “Server nicht gefunden“-Meldung. Beide Varianten sind fatal, denn Suchmaschinen mögen diese Art von Fehlerseiten gar nicht. Ihr Bestreben ist es, dem Suchenden immer aktuelle Suchergebnisse zu liefern, welche die angeforderten Informationen beinhalten. Eine “Seite nicht gefunden”-Meldung bringt sie diesem Ziel nicht näher und wird daher entsprechend geahndet. Aber auch der Benutzer wird nicht erfreut sein, denn er findet nicht was er gesucht hatte und Sie verlieren einen wertvollen Websitebesucher und damit einen potentiellen Kunden.

Helfen Sie Google & Co zu Ihren neuen Inhalten zu finden

Was also tun, wenn die Struktur neu erstellt wurde, eine neue Technologie zum Einsatz kommt und im Rahmen der OnPage-Optimierung die URLs nun durch URL-Rewriting “human readable” also lesbar und verständlich gemacht werden? (Beim URL-Rewriting wird aus einer vom System generierten URL wie z.B. www.beispiel.com/index.php?id=356 eine lesbare URL wie z.B. www.beispiel.com/produkte/produkt1.)

Bleiben Sie bei Ihrer Domain

Wenn möglich, behalten Sie Ihre vorhandene Domain. Wechseln Sie nicht bei jedem Relaunch Ihrer Website nach Lust und Laune von z.B. www.beispiel.com auf www.beispielseite.com usw. In manchen Fällen ist es jedoch notwendig oder sinnvoll die Domain zu ändern. Auch in so einem Fall kann durch sauberes Redirecting der Großteil der Linkpopularität auf die neue Domain übertragen werden.

Leiten Sie User und Suchmaschinenrobots direkt zu den neuen Inhalten weiter

Wenn Ihre Inhalte nun also über eine neue URL abrufbar sind, sollen sowohl User als auch Suchmaschinen, die Ihre alte Seite anfordern nicht wie zuvor erwähnt auf einer Fehlerseite landen, sondern direkt zu den neuen Inhalten weitergeleitet werden. Die technische Lösung hierfür nennt sich “301-Redirect – permanently moved“.

Ein 301-Redirect wird serverseitig eingerichtet und meldet bei einer Anfrage nach einer der alten URLs sofort zurück, dass dieser Inhalt permanent verzogen ist. Der Benutzer wird sogleich zur neuen URL weitergeleitet. Er spürt also nichts von dem Umzug und gelangt genau zu jenen Inhalten, die er gesucht hat. Suchmaschinen interpretieren diesen 301-Redirect nicht nur dahingehend, dass die Seite sich nun an einem anderen “Ort” befindet, sondern auch, dass der Inhalt (oder eine aktualisierte Version davon) ab sofort unter der neuen Adresse zu finden sein wird. Dabei wird die Linkpopularität bzw. -gewichtung von der alten Seite auf die neue URL übertragen.

Beachten Sie: Bei der Umleitung einer alten Seite auf eine neue URL wird es einige Zeit dauern bis die Suchmaschinen den 301-Redirect entdecken, anerkennen und das Vertrauen und die Gewichtung die ihre alte Seite erhalten hat auch wirklich auf die neue URL übertragen. Diese Dauer kann je nach Crawl-Rate variieren. Aufgrund von vielfachem Missbrauch durch Spam-Seiten ist dieser Zeitraum wesentlich ausgedehnter bei dem Umzug von einer Domain auf eine neue Domain. Hier gilt es also Geduld walten zu lassen.

 

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