Reagieren Sie jetzt auf die neuen Google-Shopping-Kampagnen

Im letzten Expertentipp haben wir darüber gesprochen, wie Google die Product-Listing-Ads auf Shopping-Kampagnen nun auch in Deutschland umstellt. Als Shop-Betreiber sollten Sie jetzt handeln, da Google nicht alles automatisch anpasst und gewiss noch einige Änderungen vorgenommen werden müssen.

Wenn Sie nach einem Produkt suchen, dann kommen dafür meist nur bestimmte Websites in Frage. Dazu gehören Amazon, Preisvergleichsportale, die Händlerseite, eBay und auch Google. Ein Drittel der Umsätze, die über die Google-Suche erzielt werden kommen schlussendlich von Shopping-Kampagnen. Das zeigt, dass die Kampagnen nicht zu ignorieren sind und einen guten Teil des Umsatz ausmachen können. Daher ist es wichtig, wie in jedem anderen Bereich, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

Seit dem 2. September 2014 hat Google die Funktionalitäten der Product-Listing-Ads eingeschränkt und möchte diese in einem zweiten Schritt mit den neuen Shopping-Kampagnen migrieren. Es ist also wichtig, dass Sie während dieser Migration im Merchant Center aktive Änderungen vornehmen, damit Fehler bei der automatisierten Migration von Google sowie ein Verlust am Umsatzpotential vermieden werden können.

Die Agentur eprofessional hat eine Checkliste veröffentlicht, die wichtige Punkte zur Migration offen legt

1. Datenfeed-Anpassung

Nutzen Sie bereits die custom_label-Spalten? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt ändern. Nur so können Sie Ihr Produktportfolio in den Shopping Campaigns optimal abbilden. Denn mit Hilfe der custom_label-Spalten können Sie die Produktgruppen der Shopping Campaigns feingliedriger unterteilen.

2. Kampagnen-Einstellungen

Haben Sie die Priorität Ihrer Kampagne auf „hoch“ eingestellt? Bei Aufsetzen einer Shopping Campaign ist die Priorität der Kampagne automatisch auf „niedrig“ gesetzt. Wird dies nicht geändert, werden unter Umständen andere, weniger relevante Shopping Campaigns ausgespielt.

3. Inventarfilter

Spielen Sie alle Produkte aus dem Merchant Center aus? Unter dem Einstellungspunkt „Inventarfilter“ können Sie die Bewerbung von Produkten durch Filter reduzieren. Überprüfen Sie hier, ob all Ihre Produkte in Ihrer Shopping Campaign ausgespielt werden. Sollten Sie bestimmte Artikel nicht ausspielen wollen, empfiehlt es sich, dies über die Produktgruppen abzubilden. Damit haben Sie die Möglichkeit, auch für diese Artikel die von Google bereitgestellten Informationen zu nutzen und weitere Erkenntnisse daraus abzuleiten.

4. Adgroup-Struktur

Wie viele Adgroups (Anzeigengruppen) verwenden Sie? Als Google die Shopping Campaigns einführte, konnte man nur eine einzige Adgroup erstellen. In dieser waren dann sämtliche Produktgruppen enthalten.

Bei den Shopping Campaigns werden aber Anzeigentexte und ausschließende Keywords nicht auf Produktgruppen-Ebene, sondern immer noch auf Adgroup-Ebene hinterlegt. Haben Sie also nur eine Adgroup, wird zum Beispiel für alle Produkte derselbe Anzeigentext hinterlegt. Mit der Umstellung ist es möglich, für eine Shopping Campaign mehrere Adgroups zu erstellen. Strukturieren Sie Ihre Shopping Campaign also so, dass für verschiedene Produktsegmente auch verschiedene Anzeigengruppen angelegt werden. Nur dann können Sie einen passenden Werbetext hinterlegen und ausschließende Keywords differenzierter einbuchen.

„Google pusht den Shopping-Kanal. Wir gehen davon aus, dass das nicht das letzte Update gewesen ist. Ich rate allen Online-Händlern, die Updates für die Google Shopping Campaigns jederzeit im Blick zu behalten. Je feiner der Produktdaten-Feed aufgesetzt ist, desto besser sind die Ergebnisse. Es lohnt sich wirklich, in die Fleißarbeit zu investieren“, rät Benjamin Prause, COO/CSO von eprofessional.

Allerdings können Sie auch Google „um Hilfe bitten“, denn die Suchmaschine hat ein Tool veröffentlicht, dass Ihnen beim Upgraden hilft. Stellen Sie noch um, jetzt, wo das Ganze am Anfang steht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.