Linkabbau – so reinigen Sie Ihre Website

In der Vergangenheit waren so manche Tricks noch erlaubt und galten als eine sehr pfiffige Idee. Dass diese Maßnahmen gegen die Googles Richtlinien für Webmaster verstoßen haben, nahm man in Kauf, da der Erfolg deutlich zu spüren war. Mit dem Pinguin-Update ist es Google aber gelungen, eine Vielzahl von Verstößen zu erfassen und mit einem Rankingverlust zu bestrafen und zielt auf den unnatürlichen Linkaufbau.

Sogenannte Linkfarmen werden ausgehoben, sollten also über Nacht hunderte neue Links auf eine Seite verweisen und inhaltlich zusammen gehören, so darf man fürchten.

Natürlich echte Links mit inhaltlichem Zusammenhang, organischem Wachstum und authentischen Inhalten hingegen sind immer noch gewollt.

Sollten Sie auf solche unnatürlichen Links, Linkfarmen reingefallen sein, so sollten Sie sich zum Ziele setzen, diese zu eliminieren. Egal wie teuer sie waren und wer dafür verantwortlich. Das kann für Sie mehr Sichtbarkeit bedeuten oder auch den Weg zurück aus dem Penalty. Nutzen Sie diese Chance! Es dauert ein paar Monate, aber der Weg zur Spitze ist geebnet!

Sie sollten also schlechte Links abbauen und parallel neue gute Links aufbauen!

Es ist Paradox, doch mit dem Abbau unnatürlicher Links können Sie tatsächlich die alte Sichtbarkeit wieder erlangen und sogar darüber hinaus wachsen, denn ein natürliches Linkprofil entfaltet dann wieder seine volle Kraft und die Rankings steigen wieder.

8 wichtige Schritte zur besseren Sichtbarkeit

1. Welche Links habe ich überhaupt?
Über verschiedene Tools (Seitwert, Google) kann man eine Liste aller Backlinks für die eigene Domain exportieren. Dies stellt die Arbeitsgrundlage dar. Wenn man massenhaft Links aufgebaut oder gekauft hat, so sind diese Reportings natürlich die ersten Links, die man sich anschauen und überdenken sollte.

2. Welche Links sind gut und welche nicht?
Google bezeichnet schädliche Links als unnatürlich. Ein guter Link muss natürlich aussehen und im Grunde einem Google Mitarbeiter erklärbar sein. Wenn der Kontext stimmt, der Linktext nicht nach Manipulation schreit und der Link einen echten Mehrwert für den Leser darstellt, kann aus meiner Sicht auch ein gekaufter Link innerhalb eines Artikels natürlich aussehen und dem Ranking helfen, statt ihm zu schaden.

3. Vergessen Sie Tools
Nutzen Sie Ihr Bauchgefühl, kann ein Links von einem fremden Besucher einer Seite geklickt werden, weil er dahinter einen Nutzen vermutet? Verlassen Sie sich nicht auf die Aussagen Linkbewertungsalgorithmen. Diese taugen im ersten Schritt als grobe Orientierung die endgültige Entscheidung sollten Sie nicht einer undurchschaubaren Blackbox überlassen.

4. Linktext überprüfen
Wird hier gezielt auf Keywords optimiert und manipuliert? Fragen Sie sich einfach: Wie würde ein Autor verlinken, der von SEO keine Ahnung hat.

5. Linkumfeld beachten
Auf welche Seiten verlinkt die Domain noch? Werden hier harte Keyord-Linktexte verwendet? Ist die Plattform offensichtlicher Linkverkäufer?

6. Themenrelevanz kritisch hinterfragen
Ein Link zu einem Bekleidungsgeschäft von einer Tier-Seite wirkt doch mehr als befremdlich. Wenn der Link innerhalb des Artikels für den Leser Sinn macht, ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Ein Beispiel: Schreibt der Tier-Blog über die Unterbringung des Tieres während des eigenen Urlaubes und verlinkt das Wort “Hotel” mit einem Reiseportal, obwohl es sonst gar nicht um eine Kaufempfehlung oder den Shop selbst geht, ist dies eine offensichtliche Manipulation und wird im Zweifel ein rotes Lämpchen bei Freund Google angehen lassen. Beschreibt jedoch der gleiche Artikel einen besonders Urlaub von Hund und Herrchen, würde ein Link zu genau diesem Urlaub eben durchaus Sinn machen und kann durchaus natürlich sein.

7. Linkplatzierung beachten
Nichts ist unnatürlicher als ein Link am Ende der Seite oder ganz rechts unten in der Sidebar. Denn Links, die der Nutzer nicht sieht, demnach auch nicht Klickt, können ja nicht als Mehrwert angesehen werden und dienen in der Regel ausschließlich der Manipulation der Suchergebnisse. Daraus lässt sich eine goldene Regel ableiten: Ein Link der nicht geklickt wird ist ein überflüssiger Link!
Das betrifft neben typischen Footerlinks aber auch Links auf Seiten, die ohnehin nie ein Mensch zu Gesicht bekommt. Also irgendwelche Linkfarmen und Satelliten ohne echten Traffic genauso wie Links auf irgendwelchen Unterseiten die garnicht oder erst über zig Links vom Rest der Seite aus erreichbar sind.

8. Kommerzielle Links kennzeichnen
Eindeutig kommerzielle Links, meist mit Euphemismen wie Partner-Links, Webtipps oder Empfehlungen gekennzeichnet können durchaus Sinn machen und haben durchaus ihre Berechtigung. Wird auf einer Seite ein passendes kommerzielles Angebot gezielt und bezahlt verlinkt, welches zum Thema der Seite passt und für den Leser den nächsten Schritt zur Bedürfnisbefriedigung darstellt, wird dieser sicher auch geklickt und bringt somit wertvollen Traffic auf die eigene Seite. Google hat auch nichts gegen diese Art von kommerziellen, werblichen und bezahlten Links, Sie müssen diese lediglich mit dem rel-Nofollow-Attribut als solches kennzeichnen!

Wer diese einfachen fünf Punkte beachtet, sollte in der Lage sein jeden Link zu bewerten. Anschließend werden die kommerziellen Links dann mit dem rel-Nofollow-Attribut versehen, die manipulativen entfernt und die guten behalten.

Fazit
Sie wissen nun, welche Links Sie nicht mehr haben wollen. Gehen Sie nun wie folgt vor:

  • Schreiben Sie den entsprechenden Webmaster an und bitten ihn den Link zu entfernen: Es müssen alle Website-Betreiber kontaktiert werden mit einer höflichen Bitte um Entfernung des Links oder dem Hinzufügen des „nofollow“-Attributs. Bei ersterer Methode sollte, sofern noch keine Abstrafung erfolgt ist, am besten direkt ein alternativer Textabschnitt zugesandt werden. Das macht es der anderen Seite leichter.
  • Einige wenige Webmaster forderten die Zahlung einer Aufwandsentschädigung – verständlich, wenn innerhalb kürzester Zeit hunderte verschiedene Anfragen zur Linkentfernung kommen.
  • Setzen Sie die Links in das Disavow –Tool von Google, um die Links zu entwerten
  • Bauen Sie parallel gute und themenrelevante Links auf!

Viel Erfolg!

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