Direkt von Google – die „Search Quality Rating Guidelines“

Vor kurzem hat Google erstmalig ein vollständiges Handbuch mit Leitlinien zu Qualitätsanforderungen, die „Search Quality Rating Guidelines“ http://googlewebmastercentral.blogspot.de/2015/11/updating-our-search-quality-rating.html herausgebracht. Das 160 Seiten umfassende PDF Dokument ist vollgepackt mit aktuellem SEO Wissen und Praxisbeispielen zu Suchanfragen, die aus den bisherigen Ergebnissen von Gutachtern zusammengestellt wurden. Bei den Gutachtern handelt es sich um Personen, die im Auftrag von Google die Qualität von Suchergebnissen bewerten. In diesem Expertentipp stellen wir Ihnen die wichtigsten Inhalte aus dem Dokument vor.

google-quality-rater-guidelines-595x358Abschnitt 1 – Page Quality Rating Leitfaden

Da es verschiedene Arten von Websites gibt, die ganz unterschiedliche Zwecke verfolgen, will Google mittels „Page Quality Rating“ herausfiltern, welche der Sites die besten Ergebnisse unter welchen Voraussetzungen liefern.

In diesem Zusammenhang weist Google direkt auf die Bedeutung der Beispiele in dem Leitfaden hin, um ein darüber ein tieferes Verständnis für die Vorgehensweise zu vermitteln. Dabei geht Google zunächst auf die wichtigsten Begriffsdefinitionen ein.

  • Webpage: Hier handelt es sich ganz einfach um ein Dokument im Netz, welches heutzutage mit verschiedenen Medien angereichert sein kann.
  • URL: „Uniform Resource Locator“ – die einzigartige Adresse im Netz.
  • Website oder Site: Damit ist der gesamte Auftritt unter eine Domain mit allen Unterseiten gemeint.
  • Homepage: Die Startseite einer Website.
  • Subpage: Alle Unterseiten bzw. Webseiten einer Website.

Hinweis: Im deutschen Sprachgebrauch findet ebenfalls der Begriff „Webseite“ für einen gesamten Auftritt häufig Verwendung, obwohl es sich strenggenommen dabei um eine Unterseite handelt.

Weiterhin wird in diesem Abschnitt darauf eingegangen, was das Ziel einer Website ist, wie hoch ihre Reputation, wie werden Inhalte bereitgestellt und wie oft werden neue Inhalte publiziert? Zum Beispiel erwartet Google, dass News-Sites regelmäßig neue Inhalte hervorbringen, während lokale Geschäfte durchaus allein mit statischen Inhalten gute Sichtbarkeit im Netz erzielen können.

Weiterhin zeigt Google in diesem Abschnitt unterschiedliche Qualitätsgrade einzelner Seiten von Auftritten an Hand von Beispielen auf.

  • High Quality Pages
  • Highest Quality Pages
  • Low Quality Pages
  • Lowest Quality Pages
  • Medium Quality Pages

Mittels verschiedener Parameter kommt Google zu dem Ergebnis, welche Seiten Main Content (MC) liefern, welche Seiten kaum Relevanz haben, welche irreführend sind usw. An Hand der Ergebnisse ordnet Google einzelne Seiten den verschiedenen Qualitätsgraden zu. Weiterhin wollen Nutzer mit Inhalten interagieren. Zum Beispiel:

  • Informationen zu einem Thema mit anderen zu teilen
  • Persönliche oder soziale Informationen mit anderen zu teilen
  • Das Teilen von Bildern, Videos und anderen Medien
  • Sich allgemein unterhalten
  • Produkte oder Dienstleistungen online kaufen
  • Fragen zu Themen zu stellen, die von anderen beantwortet werden können
  • Eigene Dateien hochladen oder die Möglichkeit zum Download z.B. von Software

Auch diese Merkmale entscheiden über den Qualitätsgrad einzelner Seiten.

Abschnitt 2 – Die Bedürfnisse von mobilen Nutzern

Wie verhalten sich mobile Nutzer? Was ist ihnen wichtig, wonach suchen sie? Google-Suche und der Besuch einzelner Websites ist nur ein Teil der Nutzung von mobilen Endgeräten. Die Liste an verschiedenen Handlungen ist lang, z.B.:

  • Telefonieren
  • Ein Video anschauen
  • Updates in Social Media checken
  • Eine SMS versenden
  • Musik hören
  • Ein Buch lesen
  • Spielen

Welche Inhalte und Informationen sollten Websites bereitstellen, um die Bedürfnisse von mobilen Nutzern zu befriedigen? Hier sollte vor allem darauf geachtet werden, wie Inhalte zur Verfügung gestellt werden, denn:

  • Das Tippen von langen Nachrichten ist schwieriger, als auf der Tastatur eines Computers.
  • Auf den kleinen Bildschirmen können wichtige Informationen verloren gehen.
  • Komplexe Navigationen können auf dem Smartphone nicht bedient werden.
  • Die Verbindung zum Internet ist nicht immer so stabil, wie am Computer.

Ebenso ist es wichtig, die Hintergründe von Suchanfragen zu verstehen. Zum Beispiel:

  • Die Suchanfrage „Einwohner von München“ kann bedeuten „Wie viele Menschen leben aktuell in München?“
  • Die Suchanfrage „Starbucks in der Nähe“ kann bedeuten „Wo ist der nächste Starbucks von meinem aktuellen Standort aus?“
  • Die Suchanfrage „Wetter“ kann bedeuten „Wie ist das Wetter jetzt und an dem Ort, wo ich mich gerade befinde?“

Google unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Suchanfragen wie Know simple, Do und Device Action.

  • Know Simple: Nutzer suchen nach Antworten zu Ihren Fragen.
  • Do: Nutzer wollen eine Handlung durchführen. Zum Beispiel Tickets für ein Konzert kaufen oder sich ein Video anschauen.
  • Device Action: Nutzer wollen bestimmte Dinge auf ihrem mobilen Endgerät tun. Zum Beispiel suchen sie im Netz nach einer bestimmten Einstellung für den Alarm oder sie wollen über eine Karte herausfinden, bei welchem Restaurant sie in ihrer Nähe am besten anrufen.

3. Abschnitt – das Zusammenspiel zwischen Nutzerbedürfnis und Angeboten im Netz

Je besser ein Angebot im Netz auf die Bedürfnisse von Nutzern eingeht, umso höher steigen einzelne Seiten im Rating von Google. An Hand zahlreicher Beispiele zeigt Google auf, ob die Ergebnisse für Suchanfragen mit mobilen Endgeräten hilfreich sind, oder nicht. Einige Beispiele:

  • Überhaupt nicht hilfreich: Ein Nutzer aus Ohio sucht nach deutschen Autos und bekommt im Ergebnis die Website der japanischen Automobilmarke Subaru angezeigt.
  • Wenig hilfreich: Ein Nutzer aus New York sucht nach Informationen über Kristen Wiig, wird zwar über die Suchergebnisse auf die Website der Schauspielerin und Produzentin geleitet, erhält dort aber nur dürftige Informationen, die nicht aussagekräftig sind.
  • Sehr hilfreich: Ein Nutzer aus Maryland möchte mit der Anfrage „CNN Gesundheit“ direkt zur entsprechenden Kategorie bei CNN geleitet werden. Über das Suchergebnis wird der Nutzer direkt zum richtigen Ergebnis geleitet.

4. Abschnitt – Die Plattform für Gutachter nutzen

Autorisierte Gutachter können sich bei der Plattform registrieren und mit dazu beitragen, dass Nutzer noch besser von Google verstanden werden.

Fazit: Insgesamt geben die Search Quality Rating Guidelines einen tollen Überblick über verschiedene Arten von Suchanfragen und Anforderungen an moderne Websites. Für Unternehmen und Webmaster eine klare Leseempfehlung! Das vollständige Dokument können Sie in englischer Sprache kostenlos unter http://static.googleusercontent.com/media/www.google.com/en//insidesearch/howsearchworks/assets/searchqualityevaluatorguidelines.pdf herunterladen.

Haben Sie Fragen zu diesem oder anderen Themen? Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern! Sie erreichen uns telefonisch unter +49 211 749 50550 oder senden Sie uns eine E-Mail an info@seitwert.de – Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Direkt von Google – die „Search Quality Rating Guidelines“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.