Die Tragweite der Veränderungen im Google Universum auf Google+

Erst vor kurzem hat Google bekanntgeben, dass YouTube und Google+ in Zukunft getrennte Wege gehen werden http://googleblog.blogspot.de/2015/07/everything-in-its-right-place.html. Überhaupt soll es auf Dauer möglich sein, die verschiedenen Google Dienste ohne ein Google+ Konto nutzen zu können. Wie zu erwarten, wurde die Ankündigung von Vielen dazu genutzt, erneut die Aufgabe des Netzwerks Google+ heraufzubeschwören. Doch damit nicht genug – erst gestern wartet das Unternehmen mit der Neuigkeit auf, dass Google selbst fortan eine von vielen Tochterfirmen der neu gegründeten Holding namens Alphabet https://abc.xyz/ ist.    alphabet-google

 

Mit diesem Schritt soll auf Dauer mehr Transparenz geschaffen werden, denn längst ist Google weitaus mehr, als die weltweit beliebteste Maschine für Suchanfragen. All die einverleibten Firmen der letzten Jahre sollen von nun an komplett voneinander getrennt agieren. Wie z.B. Life Science, Google Fiber, Google Capital und Ventures oder Google X mit seinen selbstfahrenden Autos. Für jeden Buchstaben des Alphabets soll im übertragenen Sinne nunmehr ein eigenes Unternehmen stehen. Mit dem Buchstaben „G“ macht Google den Anfang und wird sicherlich zunächst den größten Platz im gesamten neuen Alphabet Universum einnehmen. Was aber wird mit Google+ geschehen?

Google+ ein Rückblick

Blicken wir zurück, so wurde Google+ bei seinem Launch in 2011 seinerzeit als das neue SEO Instrument schlechthin gefeiert. Wir erinnern uns in den Anfängen an die prominente Darstellung von Google+ Inhalten in den Suchergebnissen. Zum Beispiel bei der Eingabe bei der Suche nach bestimmten Personen. Direkt im Suchergebnis konnten einzelne Personen den eigenen Kreisen zugeordnet werden, ohne dass Nutzer dazu extra Google+ öffnen mussten. Wie hier im Beispiel mit  Danny Sullivan, einer der führenden Online Marketing Experten weltweit.

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Gleiches galt für Google+ Unternehmensseiten. Gab man z.B. den Namen einer bestimmten Firma in das Suchfeld ein, wurden direkt unter dem organischen Suchergebnis, welches zur Website führt, die aktuellen Beiträge aus dem Google+ Konto angezeigt. Hier ein Beispiel mit T-Mobile.

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Ebenso sorgte der Autorenrank für Furore und wurde teils sogar als wichtiger angesehen, als der Pagerank einer Seite. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis sich lauter Autorenbilder von Google+ Profilen in den organischen Suchergebnissen tummelten.

Und mehr noch: Nutzern wurde die Bekanntheit von Autoren mittels Angabe wie oft ein Profil von anderen eingekreist wurde gleich mit im Suchergebnis angezeigt. Wie in diesem Beispiel mit John Resig, seines Zeichens weltweit anerkannter JavaScript Programmierer.

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Alles erschien zu der Zeit wie aus einem Guss, und der sogenannte Social Layer griff mehr und mehr um sich und gipfelte letztendlich darin, dass Nutzer YouTube nur noch mit einem Google+ Konto nutzen konnten. Mit diesem Schritt hatte sich Google allerdings viel Kritik eingeholt. Dem Unternehmen wurde künstliches Hochtreiben von Nutzerzahlen vorgeworfen, damit Google+ besser dastünde.

Unser Fazit zu Google+

Insofern finden wir die angekündigte Trennung der einzelnen Dienste begrüßenswert. Ob Google+ auf Dauer aufgegeben wird, halten wir allerdings für äußerst unwahrscheinlich. Denn laut einem Report von Globalwebindex http://pro.globalwebindex.net/#/reports/18038 erfreut sich das Netzwerk in Ländern wie Malaysia, Indien, Mexico, Thailand usw. vergleichsweise großer Beliebtheit. Ebenso ist der schnelle Blick auf Facebook mit seinen hohen Nutzerzahlen samt langer Verweildauer nach unserer Einschätzung zu kurz gefasst. So entwickeln sich gerade Communities auf Google+ zu durchaus ernst zu nehmenden Alternativen, insbesondere zu klassischen Foren und insgesamt zu Nischenthemen. Es lässt sich also nicht alles über einen Kamm scheren und es lohnt sich durchaus, zu prüfen, ob sich der Einsatz von Google+ für das eigene Unternehmensziel von Vorteil sein kann.

Vielleicht sollte man hier ganz einfach mal die SEO Brille ablegen, zumindest die technischen Aspekte, was dieses Thema angeht. Denn spätestens die letzten Updates von Google haben gezeigt, dass das Unternehmen seinen Nutzern relevante Ergebnisse liefern will. Denn zu häufig wurde mittels übertriebener Maßnahmen oder gar verbotener Manipulationen kaum bis gar nicht auf die dazugehörigen Inhalte für Besucher geachtet.

Vor diesem Hintergrund betrachten wir es sogar als einzig logischen und auch richtigen Schritt, dass Google sein Netzwerk Google+ aus der SEO Schusslinie herausgenommen hat. Denn nur so wird es auf Dauer möglich sein, dass Nutzer auf Google+ Inhalte vorfinden, die für sie von Relevanz sind und nicht nur aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung extra für das Netzwerk angefertigt wurden. Es besteht also zum jetzigen Zeitpunkt mehr als jemals zuvor die große Chance, dass sich Google+ zu einem organischen Netzwerk mit für Nutzer wertigen Inhalten entwickeln kann. Inhalte, die sie wirklich interessieren und gleichzeitig völlig frei von jeglicher Werbung. Und dies bei 100%iger Kontrolle.  Denn im Gegensatz zu Facebook haben Nutzer bei Google+ die vollständige Kontrolle darüber, was sie in ihrem Stream sehen wollen, und was nicht. Anders ausgedrückt: Im Gegensatz zu Facebook muss Google keine Werbung in seinem Netzwerk schalten, um es am Laufen zu halten. Ein auf lange Sicht nicht unerheblicher Aspekt im Hinblick auf das Für und Wider zum Fortbestand von Google+.

Unabhängig davon wird „Google my Business“ in Verbindung mit Google+ weiterhin von elementarer Bedeutung für die eigene Suchmaschinenoptimierung bleiben. Dazu empfehlen wir Ihnen noch einmal die Lektüre unseres Expertentipps „Google my Business – was ist das und welche Auswirkungen hat es?“ unter http://blog.seitwert.de/google-my-business-was-ist-das-und-welche-auswirkungen-hat-es/

Suchmaschinenoptimierung bleibt also weiterhin ein spannendes Thema. Wenn Sie Fragen dazu haben, so kontaktieren Sie uns gern! Sie erreichen uns telefonisch unter 0211 – 749 50550 oder schicken Sie uns eine E-Mail an info@seitwert.de. Wir freuen uns auf Sie!

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